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Erlebnisberichte bei einem Ja zum Kind 2017-06-06T21:07:57+00:00
In meinem Leben war bisher immer alles nach Plan gelaufen – nach erfolgreichem Studium wurde ich in einem sogenannten Traineeprogramm in einer internationalen Firma eingestellt – nach zwei Jahren wurde mir ein guter Job mit Festanstellung in England angeboten.

Bis zu dem Zeitpunkt war mir meine Arbeit sehr wichtig und einer erfolgreichen Karriere schien nichts im Wege zu stehen – doch – nach nur 7 Monaten in England wurde ich ungeplant von meinem neuen Freund schwanger. Ganz viele Gedanken gingen mir durch den Kopf: dass ich meinen Freund noch nicht lange genug kenne, dass mein Chef und meine Kollegen sich ‚betrogen‘ fühlen wenn ich nach so kurzer Zeit schon wieder in den Mutterschutz gehe, dass ich eigentlich doch immer verheiratet sein wollte bevor ich Kinder bekomme, mehr Berufserfahrung haben…

Zudem hat mein Freund alles andere als begeistert reagiert und wollte zunächst mit dem Kind nichts zu tun haben. Trotz allem wusste ich von Anfang an, dass ich mit einer Abtreibung nicht leben könnte. Deshalb habe ich mich in meinem Herzen direkt für das Kind entschieden, auch wenn ich es schlimmstenfalls alleine großziehen müsse. Mir war schnell bewusst, dass das Kind nichts dafür kann, ungeplant entstanden zu sein und mein durchplantes Leben durcheinander zu bringen.

Als die Entscheidung dann gefallen war, hat sich plötzlich doch alles zum Positiven entwickelt: Mein Freund stand dann doch zu mir und dem Kind, und meinen Job habe ich auch nicht verloren. Unsere Tochter ist mittlerweile 5 Monate alt und wir möchten sie nicht mehr in unserem Leben missen. Ich genieße die Zeit mit ihr, mein Freund ist ein liebevoller Vater, und die Kleine ist als erstes Enkelkind in beiden Großfamilien sehr geliebt. Erst das Baby hat mein Leben komplett und glücklich gemacht.

Ich hoffe das ‚unsere‘ Geschichte anderen jungen Müttern Mut macht, sich für ihre Kinder zu entscheiden – manchmal sieht alles zunächst so negativ und ausweglos aus, aber oft entwickeln sich Dinge dann doch anders und viel besser als man jemals gedacht hätte.

Mareike

Damals war ich gerade 21 Jahre alt. Hatte meine Ausbildung noch nicht beendet und war nicht verheiratet. Ich wurde schwanger. Nein, das durfte doch nicht sein! Mein Freund und ich beschlossen das Kind abtreiben zu lassen. Ich bekam den Schein und ging ins Krankenhaus.

Mein Freund begleitete mich. Wir gingen suchend durch die Eingangstür und schauten nach Wegweisern, die uns zur Abteilung bringen sollten, in der die Abtreibung durchgeführt werden sollte. Da sprach uns ein Krankenpfleger an: „Kann ich Ihnen helfen?“ Wir trugen unser Anliegen vor. Er sah mich an und sagte: „Aber Sie wollen doch gar nicht abtreiben.

“
Ich bekam einen Schreck und begann zu überlegen. Nein, ich wollte wirklich nicht abtreiben. Aber ich war noch so jung! Er begann mit mir zu sprechen. Was denn dem Kind im Weg stünde. – Ich sei noch in der Ausbildung.- Wann sei die denn beendet? – In 6 Monaten. – Aber dann stört das Kind doch gar nicht. Auch schwanger kann man die Prüfung ablegen. – Was denn der Freund dazu sage? – Er sagte, dass er Kinder liebe und zu gerne dieses Kind bekommen würde.

Ich sah meinen Freund erstaunt an. So deutlich hatte er es noch nie gesagt!

Was denn die Eltern dazu sagen würden. – Na, die würden sich sicher freuen.

Auf einmal war gar nichts mehr da, was gegen dieses Kind sprach. Mein Freund und ich drehten uns um und verließen die Klinik!

Ich habe meine Ausbildung beendet, das Kind bekommen und meinen Freund geheiratet. Die Großeltern sind besonders stolz auf diesen kleinen Jungen. Ich weiß nicht, wieso ich damals an Abtreibung gedacht habe. Jedesmal, wenn ich das Kind ansehe und darüber nachdenke, laufen mir kalte Schauer über den Rücken.

Nina

Wenn ich unser Töchterchen anschaue, wage ich gar nicht daran zu denken, dass ich eine Zeit lang drauf und dran war, sie umbringen zu lassen.

Anne ist ein Wunschkind. Ich war überglücklich, als mir mein Frauenarzt bestätigte, dass ich schwanger sei. Ich hatte auch nie Beschwerden. Doch in der 21. Schwangerschafts-
woche teilte mir mein Arzt mit, es wäre etwas nicht in Ordnung. Ich musste ins Krankenhaus, wo einige Untersuchungen stattfinden sollten.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Warum gerade ich, wo ich mich doch so auf mein Baby freute! 
Die Tests ließ ich wie in Trance über mich ergehen. Schließlich sagten mir die Ärzte, mein Kind würde mit Sicherheit schwer behindert und nicht lebensfähig sein. Sie legten mir eine Abtreibung nahe, denn unter diesen Umständen wäre es doch wohl unzumutbar für mich, das Kind auszutragen.
 Ein fürchterlicher innerer Kampf begann. Ich war verzweifelt!

Doch in dieser Situation besuchte mich eine Krankenhaus-Seelsorgerin und ermutigte mich, das Baby auszutragen. Sie erzählte mir, dass sie schon oft hörte, dass die Untersuchungsergebnisse nicht immer stimmen. Wenn es doch so sein sollte, dann könnte das Baby noch eine Weile bei mir sein. Warum das Leben noch mehr verkürzen?

Glücklicherweise besuchte diese Frau mich oft. Sie tröstete mich sehr, denn die Schwierigkeiten waren noch lange nicht vorbei! Die Ärzte übten Druck aus, indem sie mich immer wieder mit den Untersuchungsergebnissen konfrontierten. Einige Bekannte waren der Meinung, so etwas müsse man sich doch heutzutage nicht mehr antun. Das Kind habe soundso keine Chance.

Eines Tages war es soweit. Unsere Anne kam auf die Welt und … zum Erstaunen der Ärzte und zu meiner größten Freude war sie kerngesund!

Kaum auszudenken, was gewesen wäre, wenn ich die Abtreibung vornehmen lassen hätte! Ich bin so dankbar, dass mir die Schuldgefühle erspart geblieben sind.

Doris

Schon oft sind mein Mann und ich angesichts unserer besonderen Form der Familiengründung gefragt worden: „Welche Mutter könnte jemals ihr Kind weggeben?“ Und tatsächlich: Als Frau mit einem ausgeprägten Kinderwunsch habe auch ich mich häufig gefragt: Wie kann sich eine Mutter nur von einem so kostbaren kleinen Wesen nach der Geburt trennen – und das auch noch freiwillig?Nachdem uns der Arzt 2011 mit der Schocknachricht konfrontierte, dass mein Mann und ich niemals leibliche Kinder haben würden, begann für uns die knallharte Zeit, einem „Das kann nicht sein!“ entgegenzutreten. Kein süßes Baby würden wir liebevoll herzen können. Wir würden niemals Windeln wechseln, kein erstes Kinderlachen würde jemals uns gelten, kein klebriges Patschehändchen würde unser Gesicht berühren, kein kleiner Mund „Ich hab‘ dich soo lieb, Mami und Papi!“ lispeln, und Weihnachten 2040 würden wir allein unterm Tannenbaum sitzen. Als „Problemlöserin“, die für fast jede Herausforderung in zwei Minuten eine Auswegs-to-do-Liste niederschreiben kann, war vor allem die Hilflosigkeit mein größter Feind. Oft gerieten mein Mann und ich infolge dieses Frusts in Streitereien und Missverständnisse. Als der Mensch, der mir am nächsten steht, war er das „perfekte“ Gegenüber für all meinen Zorn, obwohl er nicht minder (wenn auch stiller) litt. Als besonderen Segen empfinde ich es im Nachhinein, dass die für den Kinderwunsch gängigen Alternativen der Fremdbefruchtung für uns beide nicht infrage kamen und auch jegliche Form der künstlichen Befruchtung von vornherein ausgeschlossen war. Niemals hätte ich den emotional und finanziell beschwerlichen Weg durchgestanden.

Ebenso einig waren wir uns jedoch auch irgendwann über die Möglichkeit der Adoption. Ganz leichtfüßig habe ich als junges Mädchen schon gesagt: „Wenn ich später mal keine Kinder kriegen kann, adoptiere ich halt welche.“ Dass es tatsächlich dazu kommen könnte, hatte ich natürlich nicht eingeplant. Doch wir beschlossen, genau diesen Schritt zu wagen. Um ganz ehrlich zu sein: Ich hatte ganz und gar keine Glücksgefühle nach dieser Entscheidung. Grund dafür war nicht, dass wir insgeheim doch lieber ein leibliches Kind gehabt hätten. Es waren die Statistiken: 17 Kinder auf 150 Elternpaare – an diese entmutigende Auskunft für Adoptivbewerber erinnere ich mich nur zu gut. Es war zum Heulen. Auch andere (angebliche) Voraussetzungen ließen mich frustriert zurück: So konnte einem Paar sogar der Stadtteil, den man bewohnte, zum Nachteil gereichen, und andere Bewerberpaare, die wir bei einer Informationsveranstaltung trafen, wurden somit zur Eltern-Konkurrenz.

Nach einem Jahr erfolgloser Zeit auf der Warteliste der Adoptionsvermittlung, vieler geweinter Tränen, ehelicher Auseinandersetzungen, Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit beschlossen mein Mann und ich eines Tages: „Schluss damit!“ Wir buchten uns für einige Tage in einem Hotel ein, schlemmten und relaxten und waren mit Kugelschreiber und Papier beschäftigt – jeder für sich. Wir hatten keine Lust mehr, einem leeren Traum hinterherzujagen. So notierten wir neue Ziele: für uns persönlich, für uns als Ehepaar, für gemeinsame Projekte und Reisen. Das tat gut – endlich wieder wir, endlich wieder ich, endlich wieder leben.

Nur eine Woche später erreichte mich an einem Freitagabend der Anruf aus der Adoptionsvermittlung. Ein kleines Mädchen war zwei Wochen zuvor geboren und wartete auf neue Eltern. WIE BITTE? ABER WAS WAR DENN NUN MIT ALL DEN ZIELEN, DIE WIR UNS GESETZT HATTEN???

Unsere Tochter, die wir adoptiert haben, ist heute drei. Einem außerordentlich harten Lebensstart zum Trotz (neben der Trennung von ihrer leiblichen Mutter musste sie mehrere Male am Bauch operiert werden und lag viele Wochen unter Hunger, Durst und Schmerzen leidend im Krankenhaus) bereichert die kleine Heldin unser Leben mit ihrem süßen Lachen und ununterbrochenem Quasseln, einer Lebensfreude, die ihresgleichen sucht und vielen verrückten Streichen, die sie sich ausdenkt.

Je mehr ich diese kleine Persönlichkeit ins Leben begleiten darf, desto mehr wächst in mir die Ehrfurcht vor dem Leben. Diese kleinen Wesen sind so kostbar, individuell und wunderbar, dass jedes Baby – ob geboren oder ungeboren – des besonderen Schutzes von uns Erwachsenen bedarf. Kaum hatte ich beschlossen, mich genau diesem Kinderschutz zu verschreiben und mich bei vitaL ehrenamtlich einzusetzen, klingelte erneut die Adoptionsvermittlung an und berichtete von einem kleinen Jungen, der am Morgen geboren worden war. Ob wir uns vorstellen könnten, das Baby kennenzulernen. Meine Tochter schaute mich mit weit aufgerissenen Augen an, so laut muss ich vor Freude geschrien haben, und rief: „Mama, mach Musik an, wir wollen tanzen!“ Sie hatte keine Ahnung, was geschehen war, merkte aber instinktiv, das musste der Knaller sein!

Und es WAR der Knaller, denn wie sich herausstellte, sind unsere beiden Kinder Geschwister! Wir konnten es kaum glauben. Die beiden haben tatsächlich dieselbe leibliche Mutter. So deprimierend die Statistiken und Aussichten auf dem Adoptionsweg gewesen waren, so absolut wundervoll verlief unsere Familiengründung im Nachhinein. Dass unsere Tochter mit ihrem Bruder gemeinsam aufwachsen und sie ihre Geschichte miteinander teilen dürfen, berührt und erleichtert mich zutiefst. Welch ein Geschenk! Auch wenn ich mir immer wieder Gedanken mache: Wie oft wird die leibliche Mutter voll Kummer nachts wach liegen und an ihre Kinder denken? Welches Elend hat sie zu dieser Entscheidung veranlasst? Stellt sie sich vor, wie die Kleinen aussehen, welche Charaktere und Besonderheiten sie haben? Welche Eigenschaften von ihr geerbt haben? Wieder einmal ist es prägnant, wie nahe Freud und Leid beieinanderliegen.

Zu Beginn habe ich die Frage aufgegriffen, wie eine Mutter ihr Kind weggeben kann. Ich stelle mir diese Frage inzwischen nicht mehr. Unzählige Umstände fallen mir ein, die eine solche Entscheidung begründen können. Ich hege keinen Groll gegen die leibliche Mutter meiner Kinder – wie könnte ich? Sie hat sich dafür entschieden, die Babys trotz ihrer extrem komplizierten Lebensumstände auszutragen und diesen Geschöpfen, die uns das Wichtigste auf der Welt sind, das Leben zu schenken. Sie hat ihnen sogar Namen gegeben. Und sie hat den Wunsch geäußert, dass sie bei Christen aufwachsen. Ich weiß nicht viel über diese Frau, aber allein für diese mutigen Entscheidungen verdient sie meinen Respekt und meine Dankbarkeit.

Nachdem wir dreieinhalb Jahre unsere erste Tochter begleitet haben und seit drei Monaten unser Sohn die Familie mit seinem Lächeln, Strampeln und unvergleichlichen Babyduft bereichert, können wir uns nicht vorstellen, dass man ein leibliches Kind mehr lieben kann als wir diese zwei.

Silvia

(Fehlgeburt)
von Anke Hoffstaetter

Du hast es schon gekannt
mit sanften Gedanken benannt
ein zartes Pflänzchen
gerade eine kleine Knospe
ganz sanft

Du hast es schon gekannt,
mit freudigem Blick
willkommen geheißen
und geheime Pläne
für die Zukunft geschmiedet.

Es ist greifbare Wirklichkeit für dich,
doch bevor es richtig
Wurzeln gefasst hat,
schon wird es dir entrissen
wie ein Geschenk,
das du mit Freuden empfangen.

Du möchtest es festhalten
und weißt nicht wie
und verstehst nicht
warum sich dies
über deiner Gewalt abspielt

Es ist verloren…
doch du trägst es noch
in deinem Herzen
in deinen Gedanken
die schon geboren waren.

Es ist verloren….
und du fragst dich
wohin mit dem kleinen Pflänzchen
und den kleinen Träumen…

Im Alter von 33 Jahren wurde ich ungeplant schwanger. Meine Lebenssituation war denkbar ungünstig – auch ohne Schwangerschaft. Ich war geschieden, allein erziehend und arbeitslos. Mein Sohn war gerade in die Schule gekommen.
Mit dem Vater meines ungeborenen Kindes hatte ich eine eher „lose Bekanntschaft“. Wir sind nach einem netten Abend in einer Kneipe, beide nicht mehr ganz nüchtern, im Bett gelandet. Nach diesem Abend waren wir dann quasi zusammen. Ich habe es „so laufen“ lassen und genoss es, dass dieser Mann mich offensichtlich verehrte.
Bei einem „Mädelsabend“ mit Freundinnen kamen wir auf das Thema Periode. Plötzlich war mir klar, dass ich diese schon längere Zeit nicht mehr hatte. Am nächsten Morgen, es war ein Feiertag, bin ich zur diensthabenden Apotheke gefahren und habe einen Schwangerschaftstest
gekauft – POSITIV – !!!
Sofort habe ich meine beste Freundin angerufen. Ich habe mich wohl total geschockt und verzweifelt angehört, so dass sie sich gleich auf den Weg zu mir machte. In der Zwischenzeit habe ich mir im Internet Bilder von abgetriebenen Babys angeschaut. Beim Anblick dieser Bilder wusste ich: „DAS GEHT NICHT! Ich kann das Baby nicht abtreiben lassen, es stirbt und ich bin schuld.“ Meine Freundin kam und pflichtete mir bei. Sie war einfach für mich da und hat sich meinen Jammer angehört.
Für den Vater meines ungeborenen Kindes war meine Schwangerschaft keine Katastrophe. Für ihn wäre höchstwahrscheinlich auch Heiraten in Frage gekommen. Jedoch sträubte sich bei diesem Gedanken alles in mir. Es bot sich bald eine Gelegenheit ihm deutlich zu machen, dass es für mich nicht so einfach ist. Leider bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Er war so beleidigt, dass er sich nicht mehr gemeldet hat. Immerhin erwartete ich sein Kind.
Ich war so in der 8./9. SSW und es ging mir einfach schlecht, physisch und psychisch. Mir war dauerhaft übel, ich konnte kaum essen und habe mich häufig übergeben. Meine Familie kam schließlich täglich unter dem Vorwand, dass sie uns etwas zu essen bringe. Jedoch machten sie täglich Druck, ich solle jetzt endlich in die Klinik gehen und abtreiben lassen, bevor es zu spät ist – und überhaupt, was werden die Leute sagen, zwei Kinder von zwei Männern? Heute weiß ich: meine Familie konnte nicht anders.
Mein Vater hat mich „nur“ zweimal gedrängt abzutreiben. Als ich ihm erklärte, dass ich das nicht kann, war er zwar auch nicht begeistert, nahm meine Entscheidung aber zur Kenntnis und verlor kein Wort mehr darüber.
Während der Schwangerschaft hat sich eine Freundin um mich gekümmert. Sie nahm sich Zeit zum Reden, hat für mich und das Kind gebetet und ging schließlich auch mit zur Geburt. Sie war mir eine sehr große Stütze und Hilfe.
Als ich mein Baby dann im Arm hielt, war alles andere egal und nichtig. Es war einfach nur total schön.
Das Leben als alleinerziehende Mutter, in meinem Fall von zwei Kindern, ist kein Zuckerschlecken. Es ist wichtig, die finanziellen und sozialen Hilfen, die es gibt anzunehmen. Wir hatten immer ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.
Als meine Tochter sieben Jahre alt war, habe ich einen Mann geheiratet, der meine Kinder wie seine eigenen liebt und sich wie ein Vater um sie kümmert. Sie gehen beide aufs Gymnasium, spielen ein Instrument und sind sozial voll integriert.
Wir haben uns noch ein gemeinsames Kind gewünscht. Es hat leider nicht mehr geklappt, ich wurde nicht mehr schwanger. Jetzt bin ich Mitte vierzig und möchte an dieser Stelle anmerken, dass eine Schwangerschaft keine Selbstverständlichkeit ist, und dass es keine Garantie gibt, dass man später immer noch Kinder bekommen kann!

Einige Jahre später erfuhr ich von einer Hotline. Hierbei haben Frauen im Schwangerschaftskonflikt die Möglichkeit, auf anonyme Weise darüber zu sprechen, was sie bewegt. Für mich stand sofort fest, dass ich dort mitwirken und meine Erfahrungen einbringen möchte. Nun bin ich schon seit längerem aktiv und bereue meine Entscheidung nicht.

Eine betroffene Mutter von zwei Kindern